Cavaliere PS31 Manuale Utente Pagina 228

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228 Archivum Lithuanicum 2
sen. Damit geriet der intelligente und ehrgeizige Geistliche mitten hinein in wissen-
schaftliche Sphären seiner Zeit und deren Kritik
1
, worauf er stolz war. Das Material,
das er in dieser Arbeit zusammengetragen hat, ist noch heute von Interesse für
baltologische ethnographische und mythologische Untersuchungen.
Algirdas Matulevièius behandelt im zweiten Vorwort (S.1023) Ostermeyers Gedan-
ken von den alten Bewohnern des Landes Preußen (Königsberg und Leipzig, 1780; lit. Mintys
apie senuosius Prûsø þemës gyventojus [S.74159]), mit denen dieser die eben genannte
Beweisführung fortgesetzt hat zugunsten einer urbaltischen Siedlungsgeschichte des
Territoriums zwischen Weichsel und Memel. Er argumentierte vorwiegend mit sprach-
lichen Belegen, um die Thunmannsche These (S.13, 29) vom Baltischen als einer
slawisch-germanisch-finnischen Völker- und Sprachmischung zu widerlegen.
Schon in diesen beiden Vorworten werden herausgestellt Mut, Selbstbewußtsein
sowie wissenschaftliche Kenntnisse und Methoden des evangelischen Pfarrers Os-
termeyer in dem ostpreußischen Dorf Trempen, der in keineswegs bescheidener
Form eine Polemik wagt mit dem zu seiner Zeit anerkannten Wissenschaftler Jo-
hann Thunmann
2
(Halle, 17461778) und mit dem Herausgeber und Befürworter
von dessen Werken Anton Friedrich Büsching (Berlin). Besonders von letzterem
fühlte sich Ostermeyer zu Unrecht kritisiert, ja mißachtet. Und so wollte er wieder-
holt seine Rechtfertigung nicht als Versuch, sondern als Wiederherstellung seiner
(persönlichen) Ehre verstanden wissen. Es kann nicht Anliegen der vorliegenden
Rezension sein, auf Inhalt, Wahrheitsgehalt der einzelnen Standpunkte und heu-
tige Sichtweise bezüglich dieser Streitfragen näher einzugehen. Festgehalten sei
lediglich, daß sich Ostermeyer bereits zu seiner Zeit mit diesen seinen Arbeiten
einen Namen gemacht hat, z.B. wurde er der Königl. Deutschen Gesellschaft zu
Königsberg Ehrenmitglied (S.29, 162163, 298299). Diese Namhaftigkeit verdient
es heute, auch von deutscher Seite erwähnt und gewürdigt zu werden.
Das dritte Vorwort (S.2446) hat Liucija Citavièiûtë verfaßt. Ihre Ausführungen
beziehen sich auf das umfangreichste Arbeitsgebiet Ostermeyers, also auf seine
Arbeiten zur litauischen Grammatik im weitesten Sinn, d.h. einschließlich der Wort-
und Textgeschichte
3
. Gerade weil die meisten dieser Arbeiten von der Vorliebe,
1Etwa 50 Jahre später zitiert zum Beispiel
der hallesche Professor August Friedrich
Pott (18021887) anläßlich seiner Ausein-
andersetzung mit JohannesThunmanns
Darstellungen auch die Argumente von
Ostermeyer in seiner Schrift De letticarum
linguarum cum vicinis nexu commentatio
(Halle, 1841,8).
2Liucija Citavièiûtë bevorzugt die Namens-
form Hansas Erikas Tunmanas und bemän-
gelt, daß Ostermeyer Johann Thunmann
schreibt (S.29). Dagegen verwenden Vë-
lius und Matulevièius in ihren Vorworten
ebenfalls J[ohanas] Tunmanas. Dazu ist zu
bemerken, daß Johann Thunmann aus dem
Originaltitel seiner Untersuchungen über die
alte Geschichte einiger Nordischer Völker
(Berlin, 1772) ersichtlich und auch heute
noch in Deutschland üblich ist; man ver-
gleiche den von HaraldHaarmann 1979
herausgegebenen Nachdruck (Linguarum
Minorum Documenta Historiographica3).
3Publikationen Ostermeyers in und zu der li-
tauischen Sprache, die nicht in die Rinkti-
niai raðtai aufgenommen sind, so seine
Neue Littauische Grammatik (Königsberg,
1791), werden erwähnt (S.2829, 3839).
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